Wen sein Doppelkinn stört, der findet andere Behandlungsmöglichkeiten. Was die wirksamste Maßnahme ist, hängt Schlossberger zufolge auch von der Ursache für das Doppelkinn ab. »Ein Grund kann zu viel Fettgewebe unter dem Kinn sein«, sagt Schröder. Dann könne es unter Umständen helfen, das Gewicht zu reduzieren. »Allerdings gibt es Menschen, die abnehmen, und trotzdem haben sie noch Fettpolster unter dem Kinn«, sagt Schröder.
Und dann? »Dermatologen können neben Fettabsaugen dann minimalinvasiv arbeiten und Fettspritzen einsetzen. Bei der sogenannten Injektionslipolyse werden über kleine Injektionen in die Haut die Fettzellen im Kinn aufgelöst«, erklärt Schröder, die auch Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen ist.
Als mögliche Risiken zählt die Fachärztin etwa vorübergehende Schwellungen und Rötungen der Haut auf sowie in seltenen Fällen auch blaue Flecke oder allergische Reaktionen. Daher sollte man sich zu solchen Behandlungsmethoden und möglichen Risiken ausführlich von einem Dermatologen oder einer Dermatologin beraten lassen, rät sie.
Auch eine anatomische Veranlagung ist eine mögliche Ursache für ein Doppelkinn. »Wenn der Kieferknochen leicht schräg nach vorn gewachsen ist, zeigt sich auch schon bei jungen Menschen ein Doppelkinn«, so Schröder. Behandlungsmöglichkeiten bei ausgeprägten Befunden sind etwa eine operative Hals- und Gesichtsstraffung.
»Im Alter entsteht ein Doppelkinn hingegen oft, weil die Bänder am Kinn oder die Haut erschlaffen«, erklärt Schröder. Da gebe es minimalinvasive Behandlungen: »Geht es um schlaffe Bänder im Gesicht, können Dermatologen etwa im Unterhautgewebe Fäden einziehen, die sich mit der Zeit selbst auflösen.« So eine Behandlung hält Schröder zufolge meist etwa ein Jahr. Auch hier sollte man sich vorab ausführlich zu möglichen Risiken beraten lassen.
Tipp: Wer vorbeugen will, kann es Schröder zufolge mit Gesichtsyoga probieren. Das kann helfen, die Gesichtsmuskeln zu stärken.