Erkrankungen durch Legionellen äußern sich entweder als sogenannte Legionärskrankheit oder als Pontiac-Fieber. Die Legionärskrankheit ist laut RKI eine schwere Form der Lungenentzündung, die sich klinisch nicht von anderen Formen der Lungenentzündung unterscheidet. Außerdem können Verwirrtheit, Bauchschmerzen und Durchfall vorkommen.
Das Pontiac-Fieber ist ein akuter Infekt mit Fieber. Meistens treten laut RKI grippeähnliche Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen, Schmerzen im Brustkorb und trockener Husten auf.
Deutschlandweit wurden dem RKI dieses Jahr bislang 977 Fälle gemeldet. In den drei Jahren zuvor waren es über das gesamte Jahr jeweils rund 2200 Fälle.
Sterbefälle gibt es jedes Jahr. In Berlin lag die Zahl der Todesfälle in den vergangenen Jahren im einstelligen Bereich, wie eine Sprecherin des Lageso mitteilte. 2025 waren es zwei, 2024 drei und 2023 zwei.
In Deutschland starben den Angaben einer RKI-Sprecherin zufolge dieses Jahr 45 Menschen an einer Legionellose. In den vergangenen drei Jahren gab es demnach jährlich etwas mehr als 100 Todesfälle. 2025 waren es beispielsweise 118. Seit 2015 ist die Zahl der Todesfälle, mit Ausnahme eines Einbruchs im Pandemie-Jahr 2020 und eines leichten Rückgangs 2024, kontinuierlich gestiegen. Betroffen sind vor allem Menschen ab 60 Jahren.
Im Schnitt sterben an der Legionärskrankheit zwischen 5 und 9 Prozent der Infizierten, wie das RKI informiert. Bei Menschen, die sich im Krankenhaus infiziert haben, ist das Risiko höher. Dort sterben etwa 13 Prozent. Todesfälle im Zusammenhang mit dem Pontiac-Fieber sind nicht bekannt.
Wasserleitungen sollten regelmäßig genutzt und Kaltwasserleitungen möglichst wärmeisoliert werden, rät das BIÖG. In einem Haus mit zentraler Wassererwärmung und zentralem Warmwasserspeicher sollte die Reglertemperatur am Trinkwassererwärmer auf mindestens 60 Grad eingestellt sein. Die Wassertemperaturen im Leitungssystem sollten an keiner Stelle unter 55 Grad liegen, so das Institut.
In Mietshäusern und öffentlichen Gebäuden werden laut BIÖG regelmäßig Wasserproben untersucht. Wird eine bestimmte Konzentration von Legionellen nachgewiesen, muss das Gesundheitsamt informiert werden.