Entwickeln Angehörige von Menschen mit Demenz selbst psychische Beschwerden, etwa depressive Symptome, ist allerdings professionelle Hilfe gefragt, sagt Anette Kersting. »Solche Symptome sind ein Zeichen, dass man mit allem, was man erlebt und aushält, überfordert ist.« Erster Ansprechpartner ist in der Regel der Hausarzt oder die Hausärztin. »Man kann sich aber auch direkt an ärztliche oder psychologische Psychotherapeuten wenden.«
Hilft die Serie von vielen kleinen Trauerprozessen wenigstens beim letzten, endgültigen Abschied? Das ist ganz unterschiedlich, sagt Chris Paul. »Menschen haben mir gesagt, sie hätten sich schon in so vielen kleinen Schritten von der Person verabschiedet, dass der endgültige Abschied leichter sei«, berichtet sie. »Andere sagen, dass die Person nun auch physisch nicht mehr da sei, sei noch mal etwas ganz anderes.«