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Gesunde Gewürze
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Mit Genuss gegen Entzündung

Gewürze und Kräuter sind in der Küche nicht nur als Geschmacksgeber beliebt. Bei einigen lohnt sich die Verwendung auch wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung. Welche Inhaltsstoffe Ingwer, Schwarzkümmel, Curcuma und Co. zu bieten haben.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 16.03.2026  08:05 Uhr

In zahlreichen Gewürzpflanzen finden sich Inhaltsstoffe wie ätherische Öle oder sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidativ wirken und potenziell antientzündliche Eigenschaften haben. Viele davon sind seit Jahrhunderten in der Volksheilkunde bewährt; bei manchen hat sich die Wirkung in Studien bestätigt. Als Antioxidanzien schützen sie zum Beispiel den Körper vor hochreaktiven Stoffwechselprodukten, die Zellen schädigen können. Bei entzündlichen Erkrankungen empfehlen Ernährungsexperten deshalb eine pflanzenbasierte Ernährung. Gewürze und Kräuter tragen mit ihren konzentrierten Inhaltsstoffen dazu bei. PTA-Forum stellt sieben Kandidaten vor, die man im Blick haben sollte.

Curcuma

Die Wurzelknolle der Curcumapflanze – auch Gelbwurz oder gelber Ingwer genannt – ist seit Jahrtausenden Bestandteil der indischen Küche. Zu Pulver gemahlen gibt sie Currymischungen die typische gelbe Farbe. Ebenso lang ist das Ingwergewächs Bestandteil der indischen und chinesischen Medizin. Im Ayurveda ist Curcuma die am häufigsten verwendete Heilpflanze. Als goldene Milch oder mit Öl verrührt kommt sie dabei innerlich zum Einsatz. Äußerlich dient sie in der fernöstlichen Heilkunde als Mittel bei Hautproblemen oder zur Behandlung von Wunden.

Neben ätherischem Öl enthält Curcuma sekundäre Pflanzenstoffe wie Curcumin. In Untersuchungen zeigte sich eine antientzündliche Wirkung anhand der Senkung von Entzündungsparametern wie COX-1, TNF-α oder Interleukin-1 und -6. Klinische Studien bescheinigen Curcumin eine Wirkung bei Arthrose und rheumatoider Arthritis, wobei der Pflanzenstoff bezüglich Schmerzreduktion und Gelenkfunktion zum Teil wirksamer oder gleich wirksam war wie NSAR. Allerdings reicht die wissenschaftliche Evidenz nicht aus, um spezielle Präparate und Dosierungen bei rheumatischen Erkrankungen zu empfehlen. Manche naturheilkundlich orientierten Mediziner befürworten die Einnahme als unterstützende Therapie.

Wer den antientzündlichen Effekt von Curcuma nutzen möchte, dem empfiehlt das Medical Center der University of Maryland, USA, in der Küche täglich 1,5 bis 3 g frischen Curcuma oder 1 bis 3 g Curcuma-Pulver. Das entspricht einer Tagesdosis Curcumin von 1,2 bis 1,8 g. Die Weltgesundheitsorganisation WHO rät bei Verdauungsbeschwerden zu 3 g Curcuma täglich als Dauertherapie. Abgeraten von der Anwendung wird allerdings bei Durchfall und Gallensteinen. Bis vor einigen Jahren kannte man hierzulande Curcuma nur in Form des Gewürzpulvers. Inzwischen finden sich in der Gemüseabteilung oft auch die frischen orange-braun gefärbten Wurzelstöcke. Sie werden dünn geschält oder bei Bio-Ware nur gründlich gewaschen und fein gerieben zur Speise gegeben.

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