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Paracetamol in der Schwangerschaft
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Möglicher Einfluss auf die Fruchtbarkeit von Töchtern

Paracetamol gilt in der Schwangerschaft als Mittel der Wahl gegen Schmerzen und Fieber. Eine Studie deutet nun darauf hin, dass das Medikament die Fortpflanzungsorgane von Töchtern beeinflussen kann.
AutorKontaktdpa
Datum 09.09.2026  11:00 Uhr

Folgen unterschieden sich je nach Schwangerschaftsphase

Eine frühe Einnahme vor der 17. Schwangerschaftswoche war mit einem geringeren Eierstockvolumen und einem geringeren Gebärmuttervolumen bei den Töchtern verbunden. Eine Einnahme ab der 17. Schwangerschaftswoche stand mit einer geringeren Zahl an Eibläschen – der Strukturen, die unreife Eizellen enthalten – in Zusammenhang. In einer Untergruppe von Mädchen, die ausschließlich früh exponiert waren, waren zudem die Werte des Hormons AMH niedriger, das als Marker für die Eizellreserve gilt.

Bei der Einnahme in der frühen Phase ergab sich den Autoren zufolge konkret ein um rund 40 Prozent geringeres Eierstockvolumen und ein um 13 Prozent geringeres Gebärmuttervolumen bei den Mädchen. Bei Paracetamol-Einnahme in der späten Schwangerschaftsphase waren es 23 Prozent weniger Eibläschen. Die Auswertungen deuteten zudem auf einen Dosis-Wirkungs-Zusammenhang hin, also eine stärkere Ausprägung bei stärkerer Paracetamol-Verwendung.

Die Frauen hatten den Forschenden zufolge vergleichsweise geringe Mengen Paracetamol eingenommen, keine überschritt die empfohlene Tageshöchstdosis von 4000 Milligramm. Am häufigsten wurden Kopf- oder Migräneschmerzen als Grund genannt, gefolgt von anderen Schmerzen vor allem des Bewegungsapparats.

Weitere Daten bestätigten Veränderungen

Die Forscher werteten außerdem Daten einer separaten Gruppe von 1210 Mädchen aus, die von der Säuglingszeit bis in die Jugend begleitet wurden. Dort war eine Paracetamol-Nutzung der Mutter während der Schwangerschaft mit einer kleineren Gebärmutter der Töchter in der Pubertät und einem kleineren Eierstockvolumen in der Adoleszenz, der Übergangsphase von der Kindheit zum Erwachsenenalter, verbunden. Die Autoren sehen darin einen Hinweis darauf, dass die beobachteten Unterschiede über die frühe Kindheit hinaus fortbestehen könnten.

»Frauen, die während der Schwangerschaft Paracetamol eingenommen haben, sollten sich durch unsere Ergebnisse nicht beunruhigen lassen«, betont Fischer aber auch. »Unsere Studie untersuchte Zusammenhänge auf Populationsebene und kann keine Vorhersagen für einzelne Frauen oder Kinder treffen. Viele Frauen, die während der Schwangerschaft Paracetamol eingenommen hatten, hatten Töchter, deren Eierstockmaße denen von Töchtern ähnelten, deren Mütter kein Paracetamol eingenommen hatten.«

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