Junge Blätter schmecken frisch-grün und anschließend deutlich kresse- bis senfartig. Sie passen fein geschnitten in Kräuterquark, Salate, Eierspeisen oder auf ein Butterbrot. Die Blüten sind milder und eignen sich als essbare Dekoration. Unreife grüne Samenstände kann man in Essigsud einlegen und ähnlich wie Kapern verwenden. Daher wird die Kapuzinerkresse gelegentlich auch Kapernblume genannt.
Damit sich Senföl bildet, sollten Blätter und Blüten zerkleinert oder gründlich gekaut werden. Für kalte Speisen gibt man sie am besten erst unmittelbar vor dem Servieren hinzu. Große Mengen sind weder geschmacklich noch für empfindliche Mägen sinnvoll: Kapuzinerkresse ist eher ein Würzkraut als Salatbasis.

Würzig-scharfes Pesto / © Getty Images/Louno_M
Für ein kleines Glas zunächst 40 g junge Kapuzinerkresseblätter und acht bis zehn Blüten vorsichtig waschen, auf Blattläuse kontrollieren und gut trocken tupfen. Einige Blütenblätter für die Dekoration beiseitelegen. Anschließend die übrigen Blätter und Blüten mit 40 g leicht gerösteten Pinienkernen, 40 g fein geriebenem Parmesan, 1 bis 2 TL Zitronensaft und etwa 70 ml mildem Oliven- oder Rapsöl kurz pürieren.
Nach und nach weiteres Öl hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist; insgesamt werden ungefähr 100 ml Öl benötigt. Das Pesto sparsam mit Salz abschmecken und mit den zurückgelegten Blütenblättern garnieren.
Das Pesto passt zu Pasta, Kartoffeln, geröstetem Brot oder als würziger Klecks zu Frischkäse. In ein sauberes Glas füllen, gut verschließen, im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von drei bis vier Tagen verbrauchen. Für eine längere Aufbewahrung lässt sich das Pesto portionsweise einfrieren.