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Clusterkopfschmerz
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Schmerzintensität extrem hoch

Clusterkopfschmerzen werden immer häufiger diagnostiziert. Anlässlich des Kopfschmerztages sprechen eine Ärztin und ein Betroffener über die Erkrankung, die mit einem hohen Leidensdruck einherget.
AutorKontaktdpa
Datum 07.09.2026  10:00 Uhr

Ursachen für Erkrankung bislang nicht restlos geklärt

Noch sind die Ursachen für Clusterkopfschmerz nicht restlos geklärt. »Man weiß auf jeden Fall, dass die Gehirnstruktur Hypothalamus eine wichtige Rolle für die Auslösung der Kopfschmerzattacken spielt«, sagt die Medizinerin. Die Schaltzentrale im Zwischenhirn verbindet als Steuerungsorgan verschiedene Hirnregionen miteinander. Bekannt sei auch, dass einige Neurotransmitter eine wichtige Rolle spielten – ähnlich wie bei der Migräne. Gleiches gelte für Lebensgewohnheiten. Alkoholgenuss etwa könne ein typischer Trigger für Clusterkopfschmerz sein, aber auch Nikotin und Stress.

Der Name der Erkrankung – Cluster steht im Englischen für Ballung – gibt auch einen Hinweis darauf, dass die Schmerzen in Perioden auftreten, mit symptomfreien Zeiten zwischendurch. Bei vielen Patienten trete das gehäuft im Frühjahr und im Herbst auf, berichtet die Schmerztherapeutin. Beim Blick auf die Altersgruppen sind junge Erwachsene und Menschen im späteren Erwachsenenalter besonders häufig betroffen. Bei kleinen Kindern trete die Erkrankung so gut wie nie auf, bei Jugendlichen sehr selten.

Therapien können Linderung verschaffen

Auch wenn Clusterkopfschmerzen als unheilbar gelten, können Therapien Linderung verschaffen. In den 1990er Jahren kamen in Deutschland Triptane auf den Markt. Sie wirken bei Migräne und Clusterkopfschmerzen zuverlässig, sagt Goßrau. »Insbesondere wenn man Sumatriptan als Spritze gibt, hört die wirklich schreckliche Schmerzattacke ziemlich zügig auf. Das ist eine Akut-Therapie.« Bei etwa zwei Drittel der Patienten wirke die Verabreichung von hochdosiertem Sauerstoff über eine Gesichtsmaske, nötig seien mindestens 12 Liter pro Minute. Dann könne die Attacke binnen 15 Minuten enden.

Goßrau zufolge haben mehr Cluster-Patienten wie Eckert einen episodischen Verlauf der Erkrankung. Beim chronischem Verlauf höre der Schmerz für Betroffene im Grund gar nicht mehr auf. »Sie haben in ihrem Leben vielleicht nur wenige Wochen Pause, aber ansonsten eigentlich ständig diese Attacken. Das ist sehr belastend, weil man ihnen nur mit Spritzen oder Sauerstoff begegnen kann.«

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