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pDL Inhalationstherapie
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Schulung braucht besonderen Dreh

Die Inhalationstherapie von Atemwegserkrankungen ist nicht trivial. Selbst bei Patienten, die ihr Device laut Eigenaussage gut kennen, schleichen sich immer wieder Fehler ein. Dann kommt es auf die geeignete Ansprache an, um sie vom Nutzen regelmäßiger Schulungen zu überzeugen.
AutorKontaktElke Wolf
Datum 25.03.2026  08:00 Uhr

Joghurt zur Mundspülung

Thema Mundsoor nach der Glucocorticoid-Inhalation: Jede Gebrauchsinformation empfiehlt, den Mund nach den täglichen Inhalationen auszuspülen beziehungsweise die Zähne zu putzen. Von den marktgängigen OTC-Gurgel- beziehungsweise Spüllösungen hält Kircher wenig. »Ohne Frage sind sie bei Zahnfleischbeschwerden hilfreich, aber weit hinten in den Rachenbereich kommen sie nicht, um Wirkstoff wegzuspülen.« Viel effektiver sei es, einen Löffel Joghurt oder einen Bissen Butterbrot zu essen, um den lipophilen Arzneistoff von der Schleimhaut zu waschen.

Und noch einen guten Ratschlag hatte Kircher parat: Alvesco® macht keinen Mundsoor. Grund: Das darin enthaltene Ciclesonid ist ein Prodrug, das erst in den Alveolen in die eigentliche Glucocorticoid-Wirkform verstoffwechselt wird. »Für alle Mundsoor-Geplagten ist das eine gute Alternative. Meine Erfahrung zeigt, dass Ärzte dankbar für einen solchen proaktiven Vorschlag sind.«

Glucocorticoide sollen am besten am Nachmittag inhaliert werden. Kircher erklärte den Hintergrund: Hier habe ein Umdenken eingesetzt, nachdem eine viel beachtete Studie aus dem vergangenen Jahr eindrucksvoll gezeigt habe, dass die nachmittägliche Anwendung zu signifikant niedrigeren nächtlichen Entzündungswerten und besserer Lungenfunktion führt im Vergleich zur zweimal täglichen niedrig dosierten Inhalation. »Die Studie zeigte, dass 80 Prozent der fatalen Asthmaattacken nachts stattfinden und Immunzellen nachmittags am besten auf Corticosteroide ansprechen.«

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