Der richtige Umgang beziehungsweise die richtige Ansprache der Eltern mit ihren kranken Kindern seien für die Zukunft die beste Prophylaxe. Beschwichtigungen wie »Das tut doch gar nicht weh« seien zu vermeiden. »Solche Aussagen sind in ihrer Prägung für weitere schmerzhafte Episoden denkbar schlecht«, weiß van Buiren. »Die Schmerzintensität lässt sich in beide Richtungen beeinflussen: Katastrophisierung versus Selbstwirksamkeit. Diese Chance sollten wir nutzen.«
Eine ehrliche Aufklärung dem Kind gegenüber sei essenziell. Dazu gehöre auch, die kleinen Patienten altersgemäß mit einzubeziehen und gemeinsame Strategien zu entwickeln. Willst du dabei liegen, sitzen oder auf Mamas Schoß kuscheln? Willst du zuschauen oder lieber wegblicken? Magst du runterzählen, wann es für dich passt? »Solche Entscheidungen geben dem Kind zumindest in Teilen das Gefühl, ein bisschen kontrollieren zu können, was passiert«, erklärte die Expertin. Für die ganz Kleinen sei Stillen immer eine gute Option, vom Haut-zu-Haut-Kontakt beim Anschmiegen profitierten aber auch die Älteren.