| Isabel Weinert |
| 31.07.2026 16:00 Uhr |
Hier verschleißt der Knorpel der kleinen Gelenke, die die Wirbel miteinander verbinden. Der daraus resultierende Rückenschmerz fühlt sich dumpf an und tritt vor allem morgens nach dem Aufstehen auf und auch, wenn man den Rücken überstreckt. Es helfen alle Bewegungen, die ohne Stoß vor sich gehen, also etwa Radfahren, Crosstraining oder Wassergymnastik. Diese Sportarten sorgen für die Produktion von Gelenkschmiere. Vielen Betroffenen tut außerdem Wärme gut.
Darüber hinaus ist eine sogenannte »Thermodenervation« möglich, bei der der Arzt kleine Schmerznerven an den verschlissenen Wirbelgelenken mithilfe von Hitze verödet. Diesen minimalinvasiven Eingriff führen Mediziner ambulant und unter örtlicher Betäubung durch. Allerdings hält die Wirkung nur einige Monate bis maximal zwei Jahre an, weil sich die kleinen Nervenfasern erholen. Treffen Mediziner aus Versehen umliegende Nervenfasern, können sich die Symptome vorübergehend verschlimmern.
Wärme wirkt vor allem bei chronischen Schmerzen, verspannten Muskeln und tiefen, muskulären Rückenschmerzen wie Hexenschuss. Für den Einsatz entsprechender Pflaster und Umschläge gilt:
Bei capsaicinhaltigen Zubereitungen nach dem Auftrag die Hände sofort gründlich mit Wasser waschen, den Kontakt mit Schleimhäuten vermeiden, das Präparat nicht direkt nach einer warmen Dusche oder einem warmen Bad auftragen.
Hier gleitet ein Wirbelkörper nach vorne über den darunterliegenden Wirbel. Möglich machen das die verschlissenen Bandscheiben in Kombination mit einem erschlafften Bandapparat. Der Rücken fühlt sich instabil an, Rückenschmerzen treten je nach Belastung auf und strahlen mitunter in den Po oder die Oberschenkel aus. Dagegen hilft es, zum Beispiel im Rahmen einer verordneten medizinischen Trainingstherapie, die tiefe Rumpf- und Bauchmuskulatur zu trainieren. Dann können die Muskeln den erschlafften Bändern Halt geben. Bei akutem Geschehen kann eine Rumpforthese Stabilität geben. Lähmungen und starke Dauerschmerzen sind mögliche Indikationen für eine Operation, in der das gleitende Segment versteift wird.
Durch alle Lebensphasen gibt es eine Konstante, was nicht nur die Rückengesundheit angeht: Bewegung. Wer das bei seinen Kindern fördert, selbst als gutes Beispiel vorangeht und auch die »Alten« immer wieder dazu motiviert, leistet die beste Prophylaxe gegen Rückenschmerzen, egal, in welchem Alter.