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B-Vitamine
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Was Mangel ausmacht

Einige B-Vitamine haben nicht nur eine hohe Relevanz für die eigene Gesundheit, sondern vielen Menschen mangelt es daran. PTA können hier zur Prävention von Krankheiten beitragen, indem sie ihr Vitaminwissen weitergeben. 
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 13.05.2026  08:00 Uhr

Einnahme vorbeugend

Um diese Entwicklungen möglichst zu verhindern, kommt Folsäure standardmäßig präventiv in der Schwangerschaft und am besten weit davor zum Einsatz. Es handelt sich tatsächlich um den seltenen Fall einer essenziell wichtigen Nahrungsergänzung, die mindestens bis zum Ende des 1. Trimenons durchgehalten werden sollte, aber auch ab 2. Trimenon und in der Stillzeit weiter empfohlen wird, hier oft in Kombination mit Jod. Die aktive Form von Folsäure ist 5-Methyltetrahydrofolat (5-MTHF). Es ist die biologisch wirksame Form des Vitamins B9, die der Körper direkt für Zellteilung, DNA-Synthese und Blutbildung nutzen kann. Folat ist die natürliche Form in Lebensmitteln, Folsäure die synthetische Form in Nahrungsergänzungsmitteln. Beide müssen im Körper (hauptsächlich in der Leber) über mehrere Schritte zu 5-MTHF umgewandelt werden.

Nicht verhandelbar

Als PTA wird man immer mal wieder mit der Aussage konfrontiert: »Ich ernähre mich so gesund, da brauche ich keine zusätzliche Folsäure.« Leider liegen diese Kundinnen falsch. Zwar steckt Folat reichlich in grünem Blattgemüse, in Hülsenfrüchten, Nüssen, Eiern und Vollkornprodukten, aber es ist ein ausgesprochenes Sensibelchen und reagiert sehr empfindlich auf Hitze, Licht und Sauerstoff, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schreibt. Selbst wer sich also gesund ernährt, ist nicht davor gefeit, immer mal wieder auch zu wenig Folsäure aufzunehmen. Und das kann genau der Zeitraum sein, in dem es ein Ungeborenes, von dessen Existenz die Mutter womöglich noch nicht weiß, sie lebensnotwendig bräuchte. Auch wenn es mit von der eigenen Sichtweise überzeugten Kundinnen und Kunden nicht einfach ist, PTA sollten nicht nachlassen, diese Zusammenhänge klar zu formulieren.

Folat und das letzte der B-Vitamine, B12 oder Cyanocobolamin, wechselwirken im Stoffwechsel miteinander, wodurch der Abbau von Homocystein funktioniert, DNA synthetisiert und die Zellteilung  mit ermöglicht werden. Homocystein wirkt als Zellgift und fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zu viel Folat kann allerdings einen Mangel an Vitamin B12 maskieren. Ein solcher Mangel wiederum blockiert die Aktivierung von Folat, ein funktioneller Folsäuremangel daraus erwachsen. »Funktionell«, weil zwar ausreichend Folsäure zirkuliert, die Zellen sie aber nicht effektiv nutzen können.

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