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Reisethrombose
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Wer welche Prophylaxe braucht

Der verlangsamte Blutfluss beim Sitzen kann auf langen Reisen zu einer Thrombose führen. Prophylaktische Maßnahmen richten sich nach dem individuellen Risiko. Heparinspritze und Gerinnungshemmer sind nur für Reisende mit hohem Thromboserisiko eine Option.
AutorKontaktElke Wolf
Datum 10.07.2026  08:00 Uhr

Medikamentöse Reisevorbereitung

Menschen mit hochgradigem Thromboserisiko – die Referentin nannte Menschen, die schon mal eine Reisethrombose hatten, Senioren, solche mit Blutgerinnungsstörungen, einer Schwangerschaft, einer bestehenden Krebserkrankung oder einer kürzlich erfolgten Operation – sollten zusätzlich eine medikamentöse Thromboseprophylaxe bekommen. »In Vorbereitung auf die Reise sollten sich diese Patienten vom Gefäßmediziner die Heparinspritze oder direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) verordnen lassen.« Acetylsalicylsäure sei nicht geeignet, da die Wirkung des Thrombozytenaggregationshemmers im venösen System nicht ausreicht.

Zur Prophylaxe wurden früher überwiegend niedermolekulare Heparine subkutan gespritzt. Hoffmann-Wieker betonte dabei die wichtige Rolle des Apothekenpersonals bei der Beratung und Anleitung der Patienten zur korrekten Anwendung. Seit einigen Jahren werden vermehrt DOAK, also Dabigatran, Rivaroxaban, Apixaban und Edoxaban, eingesetzt.

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