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DAV-Wirtschaftsforum 2026
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Wie es Apotheken wirtschaftlich geht

Nicht nur die Apothekenzahl ist weiterhin im Sinkflug, auch die Umsatzrendite hat 2025 einen Tiefstand erreicht – so das Ergebnis des Apothekenwirtschaftsberichts 2026, der in Berlin beim Wirtschaftsforum des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) vorgestellt wurde.
AutorKontaktPZ
Datum 05.05.2026  17:00 Uhr

Wachsende Online-Konkurrenz

Dem Wirtschaftbericht zufolge wächst die Online-Konkurrenz für Apotheken. Der Versandhandel gewann im OTC-Geschäft weiter Marktanteile und vereinte 2025 bereits 23,6 Prozent des Umsatzes auf sich. In den vergangenen Jahren stiegen – als Folge der E-Rezept-Einführung – aber auch die GKV-Arzneimittelausgaben für ausländische Versender. Lagen diese 2023 noch bei 415 Millionen Euro, stiegen sie 2024 auf 669 Millionen Euro (+61 Prozent) und 2025 noch einmal um 53 Prozent auf über 1 Milliarde Euro. Das könne auf Dauer eine Schwächung der Versorgung vor Ort bedeuten.

Und die Apotheken vor Ort? Bauer fasste die Leistungen der Apotheken im Jahr 2025 in Zahlen zusammen:

  • 1 Milliarde Patientenkontakte
  • 10 Millionen individuell hergestellte Rezepturen
  • 900.000 pharmazeutische Dienstleistungen
  • 334.000 Notdienste
  • 330.000 Impfungen
  • 300.000 Botendienste

Die Zahl der Apotheken ist im 1. Quartal 2026 weiter gesunken und lag Ende März noch bei 16.541. Immerhin hat sich das Apothekensterben etwas verlangsamt. Aber Bauer konstatierte dennoch den niedrigsten Stand seit 1977 und eine im europäischen Vergleich weiter abfallende Apothekendichte – »trotz demografischer Entwicklung und fortschreitender Ambulantisierung«.

Wie geht es weiter? 

Bauers Zwischenfazit nach einem Jahr schwarz-roter Koalition: »Fast nichts, was Apotheken und Versorgung stärken soll, ist umgesetzt.« Für 2026 erwartet die Wirtschaftsabteilung der ABDA weiter steigende Umsatzgrößen und Wareneinsatzquoten, auch aufgrund von Umverteilungseffekten durch Apothekenschließungen. Ein erheblicher Teil der Apotheken werde wirtschaftlich nicht »tragfähig« sein.

Die schwierige wirtschaftliche Gesamtlage dürfe nicht durch Kostendruck auf die Leistungserbringer abgefedert werden. Vielmehr müssten die noch vorhandenen lokalen ambulanten Strukturen gesichert werden, schloss Bauer.

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