Während einer Hitzewelle ist besonders bei älteren Menschen Aufmerksamkeit gefragt. / © Getty Images/Camille Tokerud Photography Inc.
»Wie geht es dir? Wie viel hast du schon getrunken?« – wer einen pflegebedürftigen Menschen in seinem Umfeld hat, greift während Hitzewellen am besten häufiger zum Telefon. Vor allem, wenn die Person alleine lebt. Im besten Fall gibt es sogar ein Netzwerk, etwa aus Nachbarn, Freunden und Familie, das sich in Hitzephasen aktivieren lässt.
Denn Älteren und Pflegebedürftigen setzen hohe Temperaturen besonders stark zu. Ein Grund: Ältere Menschen schwitzen weniger, die körpereigene Klimaanlage funktioniert schlechter. Außerdem verspüren sie weniger Durst und trinken daher oft weniger.
All das erhöht das Risiko für Dehydration und Überhitzung, wie das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) auf dem Portal »Klima Mensch Gesundheit« erklärt. Wie Angehörige Pflegebedürftige an heißen Tagen konkret unterstützen können.
Wasser entzieht dem Körper Wärme. Und: Verdunstet es auf der Haut, bringt das eine willkommene Kühlung. Möglichkeiten, sich diese Effekte zunutze zu machen, gibt es viele: So können pflegende Angehörige kühle, feuchte Umschläge auf Arme, Beine, Stirn oder Nacken der pflegebedürftigen Person platzieren, schlägt das BIÖG vor. Auch kühle bzw. lauwarme Fußbäder oder Duschen schützen vor Überhitzung. Noch einfacher: ein Wasserspray. Dafür Wasser in eine wiederverwendbare Sprühflasche füllen und die Haut damit nach Bedarf benetzen.
Für die Nächte ist eine »Kühlflasche« – also eine Wärmflasche, die mit kaltem Wasser gefüllt ist – angenehm. Eines ist aber zu viel des Guten: Kühlakkus auf nackter Haut. Dann drohen Erfrierungen.
Ist es morgens noch frisch oder haben sich die Temperaturen am Abend abgekühlt, ist der beste Zeitpunkt zum Lüften. Tagsüber verschattet man die Fenster am besten mit Rollos oder Jalousien, damit möglichst wenig Sonnenstrahlen in die Räume fallen.
Angenehm ist auch ein Ventilator. Vorsicht, falls sich die Wohnung bereits stark aufgeheizt hat: Ab Temperaturen von etwa 35 Grad ist die Luft, die der Ventilator im Raum verteilt, so warm, dass sie die Haut nicht mehr kühlen kann. Dann kann es laut dem BIÖG sogar zu einer Überhitzung kommen.