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Mit Kunden reden
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8 Flops bei der Kommunikation

Es gibt etliche Dont´s, wenn PTA mit Kunden und Kundinnen reden oder mit Kollegen vor denen, die etwas für ihre Gesundheit brauchen. Was gar nicht geht und was für eine gelingende Kommunikation zählt.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 06.07.2026  12:00 Uhr

Flop 5: »Ich habe auf jeden Fall recht«

Manchen Menschen ist es extrem wichtig, recht zu behalten. Was sie sagen, stimmt, auch wenn es falsch ist. Wenn PTA sich dabei ertappt, in diese Richtung zu tendieren, dann nutzen nur echte Reflexion und Selbsterziehung, denn Rechthaberei mag der eigenen inneren Genugtuung kurzfristig nutzen, schafft aber auf Dauer viele Antipathien. Wenn es also um ein viel diskutiertes Thema geht, wie beispielsweise die Notwendigkeit einer Gebisskorrektur, wozu es ganz sicher mindestens zwei Meinungen gibt, dann sagt man als Top-Kommunikatorin zum Beispiel: »Ich sehe, Sie beschäftigen sich stark mit dem Thema, das wird ja auch viel diskutiert. Ich persönlich sehe das anders, kann aber Ihre Sichtweise nachvollziehen.«

Flop 6: »Wir machen aber jetzt eigentlich zu«

Es erfreut nicht, wenn eine Kundin oder ein Kunde zwei Minuten vor Arbeitsschluss nicht nur in der Apotheke erscheint, sondern dann auch noch ausführlich beraten werden möchte oder mehrere, nicht akute Verordnungen hat. Doch es gilt nun mal: Die Kundin/der Kunde ist König. Top ist deshalb, freundlich zu bleiben. Dauert das Gespräch länger als maximal zehn Minuten, darf man ruhig darauf hinweisen: »Wir haben eigentlich seit zehn Minuten geschlossen. Kommen Sie mit Ihrem Anliegen gerne Morgen wieder.«

Flop 7: »Ich muss eben ans Telefon«

Mitunter hat man als PTA das Gefühl, man müsse mindestens dreimal vor Ort sein, um alle Aufgaben möglichst rasch und zeitgleich erledigen zu können. Beispiel: Alle sind in der Mittagspause, die Chefin arbeitet hinten im Büro, im HV warten zwei Kunden und das Telefon klingelt, dann gibt es da noch die Rezeptur, die gleich abgeholt wird. Top ist dann die Devise: der Kunde vor Ort zuerst. Es ist für die Menschen vor dem HV unangenehm, wenn sich die PTA hektisch mit den Worten »Ich muss eben ans Telefon« aus dem Gespräch verabschiedet. Natürlich gibt es Ausnahmen, etwa, wenn man auf die dringende telefonische Info eines Arztes zu einer Verordnung wartet. Grundsätzlich jedoch sollte auch bei Druck nichts vom aktuellen Gespräch ablenken.

Flop 8: »Im Zweifel halte ich meinen Mund«

Mitunter ist schweigen Gold. In Zeiten wie diesen, in denen polarisierende Diskussionen harte Konflikte in zwischenmenschliche Beziehungen fressen, braucht es aber auch diejenigen, die Tacheles reden. Denn wenn Menschen Haltung zeigen, haben sie ein mächtiges Instrument gegen rassistische oder sexistische Äußerungen. Nicole Staudinger, Bestsellerautorin und Trainerin für Schlagfertigkeit, sieht Tacheles in der Apotheke aber erst als die dritte Instanz der Kommunikation, wie sie im Gespräch mit PTA-Forum erklärte.

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