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Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff
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Andes-Typ bei Passagieren nachgewiesen

Der Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff »Hondius« beschäftigt weiterhin die Gesundheitsbehörden in mehreren Ländern. Die Weltgesundheitsorganisation WHO bewertet ihn nicht als Beginn einer neuen Pandemie. Mittlerweile gibt es Hinweise, dass Viren vom Andes-Typ für die Infektionen verantwortlich sind.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 08.05.2026  13:45 Uhr

Bei den beiden Kreuzfahrt-Passagieren, die nach einer Infektion mit einem Hantavirus von einer Atlantikkreuzfahrt nach Südafrika ausgeflogen wurden, wurde der Andes-Typ der Virengruppe festgestellt. Das berichtete ein Vertreter des Gesundheitsministeriums bei einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des südafrikanischen Parlaments. Untersuchungen des Instituts für Infektionskrankheiten hätten den Erreger bei einem Briten, der derzeit auf der Intensivstation einer Klinik in Johannesburg behandelt wird, nachgewiesen. Daraufhin sei auch die mittlerweile verstorbene niederländische Patientin darauf getestet worden.

Bisher sind drei Passagiere des Kreuzfahrtschiffes »Hondius« gestorben, ein älteres niederländisches Ehepaar und eine Person aus Deutschland – laut Schiffsbetreiber Oceanwide Expeditions handelte es sich um eine Frau. Dem Bericht der südafrikanischen Behörden zufolge war das niederländische Ehepaar durch Südamerika gereist, ehe es am 1. April an Bord des Kreuzfahrtschiffes ging. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO wurde das Hantavirus inzwischen bei fünf Infizierten nachgewiesen, hinzu kommen weitere Verdachtsfälle. Eine 65-jährige Deutsche ist nach Düsseldorf evakuiert worden und dort im Krankenhaus. Sie hatte zu einem der Opfer an Bord des Schiffes engen Kontakt. Sie hat nach Angaben der Behörden aber keine Symptome. 

Hantaviren werden üblicherweise über Ausscheidungen von Nagetieren übertragen. Nur beim Andesvirus sind nach Angaben der Gesundheitsbehörden auch Infektionen zwischen Menschen bei engem, länger andauerndem Kontakt möglich. Insgesamt gebe es mehr als 38 verschiedene Hantaviren, hieß es in dem Bericht für den Gesundheitsausschuss.

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