PTA-Forum online Avoxa
instagram facebook

Adexa kritisiert Sparpaket
-
»Die Fixumerhöhung verpufft«

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat kürzlich die Pläne für ihr Sparpaket vorgestellt. Zwar soll das Fixum steigen, ein höherer Kassenabschlag wird die Erhöhung aber zunichte machen. Die Apothekengewerkschaft Adexa zeigt sich enttäuscht: Der finanzielle Spielraum für Gehälter, Ausbildung und Investitionen werde immer enger.
AutorKontaktPTA-Forum
Datum 17.04.2026  10:46 Uhr

Adexa fordert Personalumlage

Die Apothekengewerkschaft fordert eine gesetzliche Personalumlage von 80 Cent pro abgegebener Rx-Packung, damit Vor-Ort-Apotheken auskömmliche Gehälter und attraktivere Ausbildungsvergütungen zahlen können. Durch die Sparmaßnahmen entferne man sich nun weiter von diesem Ziel. »Wer den Fachkräftemangel in den Apotheken ernst nimmt, darf nicht gleichzeitig die wirtschaftlichen Grundlagen entziehen, die faire Bezahlung und attraktive Ausbildungsplätze erst möglich machen«, schreiben Kratt und May. Am Ende werden Adexa zufolge wohl nicht nur die Beschäftigten den Preis zahlen: Weitere Apothekenschließungen träfen vor allem die Versicherten, die auf eine wohnortnahe Versorgung angewiesen sind – und die dieses Sparpaket eigentlich schützen soll.

Neben den Inhalten kritisiert Adexa auch das Tempo, mit dem die Sparmaßnahmen umgesetzt werden sollen: Der Gesetzentwurf soll bereits am 29. April im Kabinett beschlossen werden. Zwei Wochen seien nicht ausreichend, um ein Sparpaket dieser Tragweite ernsthaft mit den Betroffenen zu diskutieren.

Die Hoffnung auf einen politischen Neustart für die Apotheken dürfe jetzt nicht leichtfertig verspielt werden, bekräftigen die beiden Vorsitzenden der Gewerkschaft abschließend. Man werde die parlamentarische Beratungen genau beobachten, sich beratend einbringen und sich gegen Maßnahmen wehren, die die Apothekenangestellten weiter belasten.

TEILEN
Datenschutz
THEMEN
Adexa
Mehr von Avoxa