Achtsames Essen ist neben der Ernährung selbst wichtig. / © Getty Images/Olga Rolenko
Eine akute Gastritis ist unangenehm: Die entzündete Magenschleimhaut macht sich durch Symptome wie Magenschmerzen, Sodbrennen oder Übelkeit bemerkbar. Chronische Gastritiden – überwiegend durch Helicobacter-pylori-Infektionen verursacht – verlaufen hingegen oft lange unbemerkt, können jedoch schwerwiegende Folgen haben, zum Beispiel Magen- oder Dünndarmgeschwüre, Blutungen und Perforationen sowie ein erhöhtes Risiko für Magenkrebs. Die ärztliche Behandlung ist daher wichtig.
Mit angepassten Essgewohnheiten ist bereits viel gewonnen. Besonders schonend für den Verdauungstrakt ist die »angepasste Vollkost«, bei der Lebensmittel nach individueller Verträglichkeit verzehrt werden.
Bei Gastritis gilt es darüber hinaus, Lebensmittel zu meiden, die zur verstärkten Magensäurebildung beitragen – das sind vor allem Saures, Scharfes und Geräuchertes. Beispiele: Kaffee, säurehaltige Fruchtsäfte, kohlensäurehaltige Getränke, Alkohol, scharfe Gewürze, Frittiertes.
Psychische Belastungen und Stress können die Magenschleimhaut zusätzlich belasten. Eine entspannte Essatmosphäre und allgemeine Stressreduktion sind daher essenziell.
In der akuten Phase einer Gastritis empfiehlt der behandelnde Arzt mitunter, ein bis zwei Tage zu fasten; dabei ist ausreichendes Trinken wichtig. Danach wird langsam aufbauend magenbekömmliche Schonkost eingeführt, etwa Zwieback, Haferschleim, reife Äpfel, Reis, Kartoffelbrei und fettarme Suppen. Nach einigen Tagen können Betroffene auf die angepasste Vollkost umsteigen.