Bei der atopischen Dermatitis ist die Hautbarriere aufgrund immunologischer Fehlreaktionen gestört, was die Haut anfälliger für Entzündungen macht. »Es gibt keine spezielle Neurodermitis-Diät«, sagt Lämmerhirt. Aber: Betroffene haben ein höheres Risiko für Immunglobulin-E-vermittelte Nahrungsmittelallergien und für eine Sensibilisierung gegen Milch- und Hühnereiweiß, Weizen und Erdnüsse. Auch kommt bei ihnen häufiger eine Pollenallergie und damit verbunden eine Kreuzallergie auf bestimmte Lebensmittel vor. Diese Allergien gilt es zu identifizieren und die entsprechenden Lebensmittel zu meiden. Aber auch ohne Allergien lohne es sich zu beobachten, ob die Haut etwa auf Milch- und Weißmehlprodukte, auf ein Zuviel an Haushaltszucker und auf histaminreiche beziehungsweise histaminfreisetzende Lebensmittel reagiert.
Wichtig bei Neurodermitis ist zudem eine gute Basistherapie zum Schutz der Hautbarriere sowie eine schonende, rückfettende, pH-hautneutrale Pflege. Glycerin und Urea unterstützen die Feuchtigkeitsspeicherfunktion der Haut. Ceramide bauen sich dort als Fettbausteine ein. Panthenol beruhigt die Haut. Probiotische Inhaltsstoffe der Hautpflege sollen für ein ausgeglichenes Hautmikrobiom sorgen.
Laut Expertin Dr. Julia Lämmerhirt können Patienten mit Hautkrankheiten auch von der ayurvedischen Ernährungsweise profitieren. Ziel ist eine optimale Verdauung und Nährstoffaufnahme bei gleichzeitigem Vermeiden von sogenannten Stoffwechselrückständen. Zum Beispiel: