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Vogelgrippe
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Impfung für bestimmte Berufsgruppen empfohlen

Das Vogelgrippevirus kommt zunehmend in Geflügelbeständen vor und gilt als Pathogen, das potenziell eine Pandemie auslösen könnte. Für Personen, die beruflich in Kontakt mit den Viren geraten, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) nun erstmals eine Impfung gegen Influenza-A(H5).
AutorKontaktJohanna Hauser
Datum 26.10.2026  10:00 Uhr
Impfung für bestimmte Berufsgruppen empfohlen

Aviäre Influenza-Viren des Subtyps A(H5) kommen weltweit endemisch in wild lebenden Wasservögeln vor, haben sich aber auch zunehmend in Geflügelbeständen etabliert. So wurden im Winterhalbjahr 2025/26 in allen Bundesländern A(H5)-Viren bei Wildvögeln und Geflügel nachgewiesen. Zunehmend kommen die Viren auch in Säugetieren vor. In Deutschland wurde A(H5) in Rotfüchsen, Waschbären, Hauskatzen sowie vereinzelt bei Robben nachgewiesen. Ein H5N1-Virus gilt als ein Pathogen, das das Potenzial hat, eine Pandemie auszulösen.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut (RKI) erstmals eine Grundimmunisierung für bestimmte Personengruppen, die beruflich mit A(H5)-Viren in Kontakt kommen können. Im Detail betrifft dies Personen, die

  • »gezielte Tätigkeiten mit Influenza-A(H5)-Viren gemäß Biostoffverordnung ausüben oder
  • die in der Tierseuchen-/Ausbruchsbekämpfung involviert sind«.

Die Impfempfehlung ergänzt die bereits bestehende Empfehlung zur saisonalen Influenza-Impfung für Personen mit beruflichem oder privatem Tierkontakt. 

Grundimmunisierung vor Exposition

Die STIKO empfiehlt den genannten Personengruppen eine Grundimmunisierung mit einem in Deutschland zugelassenen und auf den aktuell zirkulierenden Stamm angepassten zoonotischen Influenza-A(H5)-Impfstoff.

Derzeit sind von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) drei zoonotische Influenza A(H5)-Impfstoffe zugelassen (Aflunov, Celldemic, Zoonotic Influenza Vaccine Seqirus). Derzeit enthält nur Zoonotic Influenza Vaccine Seqirus den aktuell zirkulierenden Stamm. Dabei handelt es sich um eine Stammanpassung von Aflunov.

Bei allen drei handelt es sich um inaktivierte Subunit-Impfstoffe, die die Oberflächenproteine Hämagglutinin (H) und Neuraminidase (N) als Antigene beinhalten. Die Grundimmunisierung besteht aus zwei Impfstoffdosen, die im Abstand von drei Wochen verabreicht werden.

Betroffene Personen sollen bereits vor einer möglichen Exposition identifiziert, beraten und geimpft werden. Eine erst bei Einsatzbeginn begonnene Impfserie gewährleiste keinen rechtzeitigen Impfschutz, schreibt das RKI. Die neue Impfempfehlung soll Infektionen sowie schwere Krankheitsverläufe durch A(H5) verhindern. Das RKI weist darauf hin, dass die Impfung keinesfalls den Einsatz von geeigneten infektionspräventiven Maßnahmen wie persönlicher Schutzausrüstung ersetzt, die bei entsprechenden Tätigkeiten einzuhalten sind.

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