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Vogelgrippe
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Impfung für bestimmte Berufsgruppen empfohlen

Das Vogelgrippevirus kommt zunehmend in Geflügelbeständen vor und gilt als Pathogen, das potenziell eine Pandemie auslösen könnte. Für Personen, die beruflich in Kontakt mit den Viren geraten, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) nun erstmals eine Impfung gegen Influenza-A(H5).
AutorKontaktJohanna Hauser
Datum 26.10.2026  10:00 Uhr

Praktische Umsetzung eher unproblematisch

Das RKI schätzt die Umsetzung insgesamt als relativ unproblematisch ein. Laborpersonal sei institutionell eingebettet und verfüge in der Regel über eine enge Anbindung an betriebsärztliche Strukturen. Personen in der Tierseuchen- und Ausbruchsbekämpfung würden im Einsatzfall behördlich koordiniert.

Allerdings sieht das RKI Einschränkungen bei Teilen des Keulungs- und Bergungspersonals. Dies seien häufig Personen mit saisonalen oder kurzfristigen Arbeitsverhältnissen. Sprachbarrieren sowie eine möglicherweise geringe Risikowahrnehmung könnten die Ansprache zusätzlich erschweren. Unter diesen Bedingungen sei eine vollständige Grundimmunisierung im Zwei-Dosen-Impfschema nicht immer gewährleistet. Auch zeigten Erfahrungen aus Finnland, dass das Impfangebot nur begrenzt angenommen würde.

»Humanisierung« möglichst verhindern

In Europa wurden zwar bisher keine Fälle aviärer Influenza bei Menschen nachgewiesen. Nach Einschätzung des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) und des RKI ist die Gefahr jedoch nicht von der Hand zu weisen, dass sich zoonotische A(H5)-Viren durch humane Infektionen so verändern könnten, dass sie von Mensch zu Mensch übertragbar werden. Mit der Impfempfehlung soll diesem Szenario nun entgegengewirkt werden.

Die neue Empfehlung baut dabei auf den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO auf, die als Entscheidungshilfe eine Matrix bereitstellt. Diese sieht vier epidemiologische Szenarien vor:

  • Im interpandemischen Szenario 1 (keine Tier- und keine Humanfälle) wird die Impfung lediglich für Laborpersonal erwogen.
  • Im interpandemischen Szenario 2 (Tierfälle vorhanden, keine Humanfälle) wird die Impfung auf Personen in der Ausbruchsbekämpfung sowie Personen mit regelmäßigem Tierkontakt ausgeweitet.
  • Erst in den Szenarien 3 und 4 (sporadische beziehungsweise zunehmende humane Fälle) wird die Impfung für alle Zielgruppen erwogen. 
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