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PTA-Vertretungspläne
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»Kurzes  Einspringen – mehr ist das nicht«

Der Unions-Apothekenberichterstatter Stephan Pilsinger (CSU) verteidigt die umstrittenen PTA-Vertretungspläne. In einem Interview, das Adexa-Vorstand Andreas May führte, skizziert Pilsinger geplante Überbrückungsaufgaben. Und er deutet an, was das Bundesgesundheitsministerium in puncto Versenderkontrolle plant.
AutorKontaktPZ
Datum 28.04.2026  12:00 Uhr

Der CSU-Gesundheitspolitiker betonte, dass es bei den Vertretungsplänen nicht um dauerhafte Vertretung gehe, sondern um kurzfristiges Einspringen. »Wir werden eine Regelung beschließen, nach der die PTA kurz alleine in der Apotheke stehen kann, wenn der Apotheker eben mal weg muss, allein um den Laden wegen zehn Minuten Abwesenheit des Chefs nicht zuschließen zu müssen. Das bekommt jede PTA hin«, so Pilsinger.

Wenn es in genau diesen zehn Minuten Nachfragen etwa zu Wechselwirkungen gebe, solle gewartet werden, bis die Apothekenleitung wieder da ist. »Mehr ist das gar nicht.« Mehr Kompetenzen für PTA würden den Beruf attraktiver machen, so Pilsinger. »Wenn wir den PTA neue Kompetenzen geben, wird es keinen Nachwuchsmangel geben, und das gesamte Personal vor Ort ist entlastet. Warum sollte dann eine Land-Apotheke schließen?«

Etwa sei die Erweiterung der pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) geplant. »Dazu gehört das Impfen mit Tot-Impfstoffen oder auch die venöse Blutabnahme in der Apotheke, um Arztpraxen zu entlasten. Ich finde, das kann eine PTA genauso gut wie ein Apotheker, wenn sie entsprechend geschult wird und Routine bekommt.«

Die gleich langen Spieße

May fragte auch nach der angekündigten Honorarerhöhung. »Die Erhöhung des Fixums auf 9,50 Euro nach 13 Jahren ist das A und O dieser Apothekenreform, auch wenn sie formell über eine Verordnung umgesetzt werden muss. Das haben wir im Koalitionsvertrag mit der SPD klar vereinbart«, sp Pilsinger.

Pilsinger liegt schon lange die schärfere Kontrolle von Versendern am Herzen. Gegenüber May betonte er, dass es ihm um die berühmten gleich langen Spieße gehe, ebenso um die Patientensicherheit. Die Temperaturkontrolle sei ihm also ein Anliegen. »Es darf nicht sein, dass empfindliche rezeptpflichtige Arzneimittel, ob kühlpflichtig oder nicht, im Sommer bei 34 Grad in einer DHL-Packstation landen und dort tagelang vor sich hin brüten.«

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