| Barbara Döring |
| 29.05.2026 12:00 Uhr |
Wenn Fleisch und Co. beim Grillevent warten, auf den Rost zu kommen, können auch Keime zur Gefahr werden. Deshalb gilt es, vor allem im Sommer bei hohen Temperaturen Hygienemaßnahmen zu beachten. Salmonellen können sich bereits ab Temperaturen von 7 °C schnell vermehren. Salate, Grillsaucen oder Desserts kommen deshalb am besten erst kurz vor dem Verzehr auf den Tisch. Nach dem Marinieren sollten Fleisch oder Fisch im Kühlschrank gelagert werden. Auf selbst hergestellte Speisen mit rohen Eiern wie Tiramisu oder Mayonnaise sollte man bei hohen Temperaturen möglichst verzichten.
Keime, die sich womöglich auf Wurst und Fleisch befinden, tötet die Hitze beim Grillen zwar ab. Bei der Zubereitung können sie jedoch auf andere Lebensmittel, Hände, Teller oder Besteck gelangen. Das BfR rät, rohe tierische Produkte getrennt von anderen Lebensmitteln aufzubewahren und zu verarbeiten. Auch zwischen den Arbeitsschritten immer mal wieder die Hände zu waschen und Oberflächen und Gerätschaften zu reinigen, kommt der Hygiene zugute. Wer nur ein Grillbesteck hat, legt sich am besten ein zweites zu. Mit einem legt man rohes Fleisch auf den Grill, mit dem anderen wird das durchgegarte Grillgut serviert.
Gefahren lauern auch beim Arbeiten am Grill. Ein mit Holzkohle betriebener Grill darf zudem nie in geschlossenen Räumen angefacht werden, selbst dann nicht, wenn Fenster und Türen geöffnet sind, warnt das BfR. Dabei entstehen große Mengen des geruchslosen Kohlenmonoxids (CO), das schnell zu tödlichen Vergiftungen führen kann. Innerhalb von kurzer Zeit entsteht dabei eine Unterversorgung des Gewebes mit Sauerstoff, die mitunter zu schweren Hirnschäden bis hin zum Tod führt. Auch wenn die Kohle nach der Benutzung nur noch vor sich hin glimmt, darf der Grill nicht in Innenräumen als Heizquelle verwendet werden. Ebenfalls für Innenräume ungeeignet sind „Indoorgrills“ oder „Hot Pots“, die ebenso mit Holzkohle betrieben werden, klärt das BfR auf.
Wer auf Nummer sicher gehen will, dass Grillkohle nicht durch Raubbau an Urwäldern produziert wurde, sollte auf Kennzeichnung für nachhaltige Waldwirtschaft achten, zum Beispiel das FSC-Siegel. Auch Grillkohle aus Reststoffen ist geeignet. Entsprechende Briketts sind etwa aus Olivenkernen, Maisspindeln oder Kokosnuss-Schalen hergestellt.