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Gesund grillen
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Nichts anbrennen lassen

Ein saftiges Stück Fleisch oder gut gerösteter Maiskolben vom Rost lässt so manchem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Doch der Genuss wird schnell zur Gefahr, wenn man beim Grillen wichtige Regeln missachtet.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 29.05.2026  12:00 Uhr

Kinder schützen

Gesundheitliche Gefahren lauern für Kinder, die im Garten spielen oder beim Grillen helfen wollen. Vergiftungen sind etwa möglich, wenn Kleinkinder in einem unbeobachteten Moment an paraffinhaltigen Grillanzündern nippen. Die enthaltenen Öle gelangen leicht in die Lunge und können eine lebensgefährliche „chemische Lungenentzündung“ verursachen. Sobald der Brandbeschleuniger nicht mehr benötigt wird, sollten er deshalb an einem sicheren Ort verwahrt werden. Besser geeignet sind Grillanzünder in fester Form. Bei ihnen besteht so gut wie keine Gefahr, dass sie beim Verschlucken die Lunge erreichen.

Ist es doch passiert, ist umgehend ein Arzt aufzusuchen. Eltern sollten auf keinen Fall versuchen, das Kind zum Erbrechen zu bringen. Das Erbrochene könnte ebenfalls in die Lunge eindringen. Der Grillanzünder sollte möglichst in Originalverpackung zum Arzt mitgenommen werden.

Der Verein »Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder« warnt jedes Jahr erneut vor Grillunfällen. Ein häufiger Grund ist die Verwendung von Spiritus als Ersatz für Brandbeschleuniger. Nicht nur der Spiritus selbst ist für Kinder gefährlich, sondern auch die Gaswolke, die sich beim Ausgießen über dem Grill schlagartig bildet. Die Dämpfe sind schwerer als Luft und breiten sich unsichtbar um den Grill herum aus. Wird ein Streichholz angezündet oder kommt die Gaswolke mit Glut in Verbindung, kommt es zur explosionsartigen Verpuffung mit einer meterhohen Stichflamme. Wer am Grill steht, kann davon erfasst werden. Vor allem Kinder sind gefährdet, weil sie mit dem Gesicht direkt in Höhe der Feuerwalze stehen.

Der Verein rät, ausschließlich geeignetes Zündmittel wie Anzündwürfel zu verwenden und auf flüssigen Brandbeschleuniger möglichst zu verzichten. Der Grill sollte zudem kippsicher und windgeschützt auf ebenem Untergrund stehen. Für Kinder richten Eltern am besten eine »Schutzzone« von zwei bis drei Metern rund um den Grill ein. Für den Fall der Fälle sollte Löschmittel, etwa ein Eimer Sand, eine Löschdecke oder ein Feuerlöscher griffbereit sein. Ein bisschen Aufwand ist dafür nötig, der sich jedoch für einen rundum gesunden Grillgenuss lohnt.

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