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Tipps gegen Übelkeit und Co.
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Schwangerschaft – so beschwerdefrei wie möglich

In der Schwangerschaft können hormonelle und körperliche Veränderungen zahlreiche Beschwerden verursachen. Mit gezielten Tipps lassen sich etwa Übelkeit, Rückenschmerzen, Sodbrennen oder Ödeme oft vermeiden oder zumindest lindern.
AutorKontaktJudith Schmitz
Datum 29.06.2026  08:00 Uhr

Ballaststoffreich gegen Verstopfung

Quält die Schwangere Verstopfung, können eine vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung etwa mit Vollkornprodukten, Flohsamenschalen, geschroteten Leinsamen sowie eine ausreichende Trinkmenge und Bewegung den Darm in Schwung bringen. Morgens können etwa ein Glas lauwarmes Wasser und Trockenfrüchte sowie Beckenkreisen im Bett helfen. Wichtig ist, beim Stuhlgang nicht zu stark zu pressen und die Füße auf einen Hocker oder eine Packung WC-Papier erhöht stellen, um Hämorrhoiden vorzubeugen.

Dehnungsstreifen minimieren

Laut den Autorinnen lassen sich Dehnungsstreifen in vielen Fällen kaum vermeiden, aber immerhin minimieren. Hierzu sollte man am besten nicht schwer heben. Zu Beginn der Schwangerschaft hat es sich bewährt, den Bauch täglich morgens und abends mit einem hochwertigen (Schwangerschafts-)Öl aus Jojoba und/oder Mandel sanft zu massieren, ab der 36. Woche kann man die Haut dabei kräftiger zupfen. Kalt-warme Wechselduschen sorgen zudem für eine gute Gewebedurchblutung. Entlastung und Stabilität verleiht auch ein Bauchtape.

Regelmäßig auf die Toilette

Typisch im zweiten Trimenon ist häufiger Harndrang. Das Mehrgewicht durch die Schwangerschaft und die erhöhte Trinkmenge drücken auf Harnblase und Beckenboden. Wichtig ist jetzt regelmäßiges Wasserlassen, sechs- bis zehnmal täglich für mindestes eine Minute, damit sich die Blase vollständig entleert. Einlagen helfen als Nässeschutz. Salzhaltige oder harntreibende Lebensmittel wie Ananas, Spargel, Kaffee und scharf Gewürztes sollte man besser meiden.

Beckenbodenübungen stärken die Beckenbodenmuskulatur, der Druck auf die Harnblase kann dadurch abnehmen. Am besten etwa hundertmal über den Tag verteilt den Beckenboden anspannen, dabei die Luft nicht anhalten, sondern weiteratmen und ihn dann wieder loslassen.

Sodbrennen ab dem zweiten Trimester

Der Anstieg von Progesteron im zweiten Trimester kann zudem Sodbrennen verursachen. Das Hormon entspannt den Speiseröhrenschließmuskel, Magensäure fließt dadurch in die Speiseröhre zurück. Auch hier hilft: viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, gut gekaut in Ruhe zu sich nehmen.

Zwischen den Mahlzeiten Nüsse, Mandeln oder Kaugummi kauen – der dadurch angeregte Speichelfluss neutralisiert die Magensäure. Zwieback, Brot, Kartoffeln und Bananen binden überschüssige Magensäure. Milch, Joghurt, stilles Wasser, Kamillen- und Fencheltee beruhigen den Magen. Drei Stunden vor dem Zubettgehen sollte man besser nichts mehr essen und trinken und nachts mit leicht erhöhtem Oberkörper schlafen. In der Apotheke können PTA Antazida mit Calcium-/Magnesium-Carbonat oder Natriumalginat empfehlen.

Das Sodbrennen kann im dritten Trimenon noch zunehmen, wenn das wachsende Baby gegen den Rippenbogen drückt. Der Schließmuskel des Magens zur Speiseröhre schließt dann nicht mehr vollständig. Übungen zur Entspannung des Zwerchfells und zur Dehnung im Brust- und Zwerchfellbereich lindern dann die Beschwerden.

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