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Rhythmusstörungen
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Was das Herz aus dem Takt bringt

Herzrhythmusstörungen gehören zu den häufigsten kardiologischen Befunden überhaupt. Ihr Spektrum reicht von harmlosen Extraschlägen bis hin zu akut lebensbedrohlichen Zuständen. Nicht immer sagt das Ausmaß der Beschwerden etwas über die Gefährlichkeit aus.
AutorKontaktClara Wildenrath
Datum 05.06.2026  16:00 Uhr

Herzrasen: Wann ist es harmlos, wann gefährlich?

Gelegentliche Extrasystolen treten auch bei einem gesunden Herz immer wieder auf. Gefördert werden sie zum Beispiel durch psychischen Stress, Schlafmangel, Aufregung, Koffein oder Nikotin. Auch vorübergehende Störungen des Mineralstoffhaushalts, vor allem ein Mangel an Kalium oder Magnesium, lösen gelegentlich Herzstolpern oder Extraschläge aus. Gründe dafür sind zum Beispiel starkes schwitzen, anhaltender Durchfall oder Medikamente wie Diuretika, Laxantien und Glucocorticoide.

Eine weitere, weniger bekannte Ursache: der übermäßige Genuss von echter Lakritze aus Süßholzwurzel, deren Inhaltsstoff Glyzyrrhizin den Kaliumspiegel sinken lässt. Exzessiver Alkoholkonsum, sogenanntes Binge-Drinking, kann bei jungen, gesunden Menschen zu klinisch relevanten Herzrhythmusstörungen führen, die bis zu zwei Tage anhalten: ein Phänomen, das als »Holiday-Heart-Syndrom« bekannt ist.

Viele Frauen klagen in den Wechseljahren über Herzrasen oder Herzstolpern. Häufig treten diese Symptome im Zusammenhang mit Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Angstgefühlen auf. Grund ist vor allem der sinkende Östrogenspiegel, der sich auf das vegetative Nervensystem auswirkt. Das macht das Herz anfälliger für den Einfluss von Stresshormonen. In der Regel sind die Beschwerden nicht gefährlich. Da in den Wechseljahren jedoch auch der schützende Einfluss des Östrogens auf die Herzgesundheit zurückgeht, sollte ein Arzt oder eine Ärztin prüfen, ob eine schwerwiegende Erkrankung dahintersteckt. Das gilt insbesondere bei plötzlichem starken Herzrasen oder zusätzlichen Warnzeichen wie Schwindel, Brustschmerz oder Luftnot.

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