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Po-Probleme
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Was hilft bei Jucken, Schmerzen, Nässen?

Ekzeme, Fissuren oder Hämorrhoiden können den Bereich rund um den Po zur Problemzone machen. Für Patienten lohnt es sich, darüber zu sprechen, da die Apotheke oft gut helfen kann.
AutorKontaktNicole Schuster
Datum 21.06.2024  14:30 Uhr

Konservative Therapie oder OP?

Je nachdem, wie weit das Leiden fortgeschritten ist, stehen verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung. Für Hämorrhoiden vom Grad 1 und 2 empfiehlt der Arzt in der Regel konservative Therapien, um die Symptome zu lindern. Das heilt die Krankheit jedoch nicht, und viele Patienten leiden unter wiederkehrenden Beschwerden.

Zu den konservativen Maßnahmen gehört eine Pharmakotherapie mit wirkstoffhaltigen Salben, Cremes oder Zäpfchen. Cortisonhaltige Präparate lindern Entzündungen und lokale Anästhetika wie Benzocain, Cinchocain oder Lidocain reduzieren Juckreiz und Schmerzen. Analdehner lockern die Muskulatur und verbessern die Durchblutung. Medizinprodukte zum Auftragen auf die Analschleimhaut können die Gleitfähigkeit des Stuhls verbessern, sodass Patienten weniger stark pressen müssen.

Die PTA kann auch empfehlen, verstärkt ballaststoffreiche Lebensmittel in die Ernährung einzubauen und täglich ausreichend Flüssigkeit zu trinken, um den Stuhl weicher zu machen. Anleitungen für ein Beckenbodentraining können Patienten ebenfalls weiterhelfen. Regelmäßig durchgeführt stärken die Übungen die Muskulatur und stabilisieren den Beckenboden. Bei starken Schmerzen helfen rezeptfreie Analgetika wie Paracetamol, Ibuprofen, Naproxen oder Acetylsalicylsäure.

Operative Behandlungsoptionen werden für Hämorrhoiden ab Grad 2 empfohlen, wenn konservative, rein symptomatische Maßnahmen nicht ausreichen. Ein häufig angewendetes Verfahren ist die Gummibandligatur: Der Arzt legt dabei ein Gummiband um die Basis der Hämorrhoide, um die Blutzufuhr zu unterbrechen. Das abgeschnürte Gewebe stirbt ab und wird mit dem Stuhl ausgeschieden.

Bei der Sklerotherapie injiziert er eine Lösung in die Hämorrhoide, wodurch sich Narbengewebe bildet. Das Narbengewebe unterbricht die Blutversorgung und die Hämorrhoide verkleinert sich. Auch mit Infrarotlicht (Infrarot-Photokoagulation) und elektrischem Strom (Elektrokoagulation) kann der Arzt die Blutzufuhr in den Hämorrhoiden unterbrechen und diese so schrumpfen. In weiter fortgeschrittenen Stadien kann eine umfangreichere Operation erforderlich sein, um kranke Hämorrhoiden zu entfernen (Hämorrhoidektomie).

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