Die Inkubationszeit könne mehrere Wochen oder Monate betragen und erst dann zunächst Fieber, Kopfschmerzen und Unwohlsein auftreten, so das BNITM. Darauf folgten neurologische Symptome (Verhaltensauffälligkeiten, Sprech- und Gangstörungen, Epilepsie) und im weiteren Verlauf in kurzer Zeit Koma. Meist verliefen die Infektionen tödlich.
Es gibt die Möglichkeit einer antiviralen sowie einer immunsupprimierenden Therapie. Letztlich ist es laut Experten die überschießende Immunreaktion, die die schweren und meist tödlichen Symptome auslöst.
Der Erreger ist bei Tieren zwar seit langem bekannt. Erst seit 2018 wurde aber nachgewiesen, dass BoDV-1 auch auf den Menschen übertragbar ist und dabei meist tödliche Gehirnentzündungen verursacht. Die Krankheit ist seit 2020 meldepflichtig.
Im vergangenen Jahr gab es mehrere Todesfälle in Bayern. Im Landkreis Tirschenreuth in der Oberpfalz starb im Herbst eine 57 Jahre alte Person. Wenige Monate zuvor waren zwei Menschen aus dem oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm an dem Borna-Virus gestorben. Für die Häufung von zwei Borna-Fällen in der Gegend gab es damals zunächst keine Erklärung.