Baumwolle und Leinen sind leichte Stoffe, die Luft durchlassen – und sind damit eine gute Wahl für Kleidung an heißen Tagen. Auch die Bettwäsche der pflegebedürftigen Person sollte aus einem leichten, atmungsaktiven Stoff sein. Es kann eine gute Idee sein, die Bettdecke durch ein Laken zu ersetzen.
Schwitzt die pflegebedürftige Person nachts stark, schlägt das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) ein Frotteehandtuch auf dem Kopfkissen vor.
Bettunterlagen, die mit Folie beschichtet sind und bei Inkontinenz zum Einsatz kommen, sind hingegen keine gute Idee – es droht ein Wärmestau. Das gilt auch für Inkontinenzhosen mit Folienbeschichtung. Netzhosen mit Einlage sind eine hitzetaugliche Alternative.
Weil Älteren und Pflegebedürftigen oft das Durstgefühl fehlt, ist es gut, sie regelmäßig ans Trinken zu erinnern. So können pflegende Angehörige etwa die Trinkmenge für den ganzen Tag morgens bereitstellen. Oder sie stellen regelmäßige Trinkerinnerungen auf dem Smartphone.
Optimalerweise nehmen sie bei Hitze zwei bis drei Liter Flüssigkeit zu sich, nennt das BIÖG einen Richtwert – vorausgesetzt, es sprechen keine Vorerkrankungen von Herz oder Nieren dagegen. Geeignet sind Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees und dünne Saftschorlen. Sie sollten kühl, aber nicht eiskalt sein.
Einige Medikamente stellen bei Hitze ein Risiko dar – zum Beispiel Antihypertensiva und Diuretika, die entwässernd wirken. Am besten sprechen Pflegebedürftige und/oder ihre Angehörigen mit Arzt oder Ärztin ab, ob während Hitzewellen die Dosis angepasst werden sollte.
Ist die pflegebedürftige Person nicht mehr ansprechbar oder wirkt verwirrt, kann das auf eine Überhitzung des Körpers hindeuten. Auch ein schneller Atem oder Kreislaufprobleme sind Warnzeichen. Dann rät das ZQP: sofort ärztliche Hilfe holen, also den Notruf 112 wählen.