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Neueinführungen
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Fünf neue Wirkstoffe zum 1. Oktober

Zum Beginn des vierten Quartals 2026 kamen fünf neue Wirkstoffe in den deutschen Handel. Ihr Einsatzgebiet ist breit gefächert – von Lungenkrebs über Multiple Sklerose bis zum Rett-Syndrom.
AutorKontaktSven Siebenand
Datum 12.10.2026  08:00 Uhr

Neue Krebsimmuntherapie

Mit Sugemalimab (Cejemly® 600 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, CStone Pharmaceuticals Ireland) kam ein neues Krebsmedikament auf den deutschen Markt. Der Wirkstoff gehört zur Klasse der Checkpoint-Inhibitoren. Sugemalimab ist ein weiterer Wirkstoff, der sich gegen PD-L1 (Programmed-Cell-Death-Ligand-1) auf Krebszellen richtet. Der entsprechende Rezeptor, PD-1, wird auf Immunzellen exprimiert. Da die Aktivierung von PD-1 das Immunsystem herunterreguliert, wird durch die Blockade der Interaktion zwischen PD-1 und PD-L1 die T-Zell-Antwort gegen die Krebszellen verstärkt.

Zugelassen ist Sugemalimab in Kombination mit einer platinbasierten Chemotherapie als Erstlinienbehandlung von Erwachsenen mit metastasiertem nicht kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) ohne sensibilisierende EGFR-Mutationen oder genomische ALK-, ROS1- oder RET-Tumoraberrationen.

Zudem ist der Antikörper als Monotherapie indiziert zur Behandlung des nicht resezierbaren NSCLC im Stadium III ohne sensibilisierende EGFR-Mutationen oder ALK-, ROS1-genomische Tumoraberrationen bei Erwachsenen, deren Tumoren PD-L1 auf ≥ 1 Prozent der Tumorzellen exprimieren und deren Erkrankung nach platinbasierter Radiochemotherapie nicht fortgeschritten ist.

Sugemalimab wird einmal alle drei Wochen als Tropfinfusion in die Vene verabreicht. In der Fachinformation finden sich für die verschiedenen Therapiesituationen Hinweise zur Dosierung. Die Behandlung kann so lange fortgesetzt werden, wie sie wirkt. Der Arzt kann die Behandlung unterbrechen oder absetzen, sollten bestimmte Nebenwirkungen auftreten.

Das Spektrum möglicher Nebenwirkungen ist leider sehr breit. Sehr häufig kommt es zum Beispiel zu erhöhten Leberenzymen, Anämie, Ausschlag, Hyperlipidämie, Proteinurie und Hyperglykämie. Die Fachinformation klärt auch über mögliche immunvermittelte unerwünschte Wirkungen auf. Zudem wird darin informiert, dass vor Beginn der Behandlung mit Sugemalimab die Anwendung von systemischen Corticoiden oder Immunsuppressiva zu vermeiden ist, da sie die pharmakodynamische Aktivität und Wirksamkeit des Arzneistoffs beeinträchtigen können. Nach Beginn der Behandlung mit dem Antikörper können sie aber zur Behandlung immunbedingter Nebenwirkungen eingesetzt werden.

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und für mindestens vier Monate nach der letzten Dosis eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Der Antikörper wird bei Schwangeren und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine zuverlässige Empfängnisverhütung anwenden, nicht empfohlen. Bei Stillenden ist eine Entscheidung darüber zu treffen, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Sugemalimab verzichtet werden soll. Cejemly ist im Kühlschrank bei 2 bis 8 °C zu lagern.

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