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Steinpilze
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Gesund genießen, sicher sammeln

Wenn im Spätsommer und Herbst die Wälder nach feuchter Erde duften, ist Steinpilz-Zeit. Ihr festes Fleisch und ihr kräftig-nussiges Aroma machen sie zu den begehrtesten Wildpilzen. Beim Sammeln ist Augenmaß gefragt.
AutorKontaktAndrea Pütz
Datum 22.09.2026  10:00 Uhr

Leicht, aber nährstoffreich

Frische Steinpilze bestehen zu fast 90 Prozent aus Wasser und liefern etwa 30 bis 40 kcal pro 100 g. Bemerkenswert sind rund 5,4 g/100 g Eiweiß und etwa 6 g/100 g Ballaststoffe. Fett ist mit rund 0,4 g nur in geringer Menge enthalten. Hinzu kommen unter anderem Kalium sowie verschiedene B-Vitamine wie Riboflavin, Niacin und Pantothensäure. Damit können Steinpilze eine abwechslungsreiche, pflanzenbetonte Ernährung sinnvoll ergänzen.

Eine Besonderheit ist der Gehalt an Vitamin D. Pilze können Ergocalciferol (Vitamin D2) bilden; für rohe Steinpilze werden rund 3,1 µg/100 g angegeben. Die tatsächlichen Werte schwanken und werden unter anderem durch UV-Licht beeinflusst. Steinpilze können damit zur Versorgung beitragen, wichtigste Quelle für die Vitamin-D-Versorgung bleibt jedoch unter normalen Bedingungen die körpereigene Bildung über die Haut. Diese nimmt in der dunklen Jahreszeit ab, sodass bei nachgewiesenem Mangel oder erhöhtem Risiko eine Supplementierung sinnvoll sein kann.

Ein besonderer Ballaststoff

Die Zellwände von Pilzen enthalten Chitin, das vom menschlichen Verdauungssystem nur begrenzt aufgeschlossen wird. Das kann auch eine Rolle spielen, wenn größere Mengen bei empfindlichen Menschen schwer im Magen liegen. Gründliches Kauen, kleinere Portionen und ausreichendes Garen verbessern häufig die Bekömmlichkeit. Als Ballaststoff kann Chitin wahrscheinlich die Darmtätigkeit unterstützen. Mögliche positive Effekte auf die Darmflora werden zudem untersucht.

Der Steinpilz hat also seinen berechtigten Platz innerhalb einer vielfältigen Ernährung. Er kombiniert Ballaststoffe mit Mikronährstoffen und bringt durch natürlicherweise enthaltene Glutaminsäure beziehungsweise Glutamate einen ausgeprägten Umami-Geschmack mit. So verleihen bereits kleinere Mengen Suppen, Gemüsegerichten oder Saucen viel Würze.

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