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Gesunde Ernährung
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Hautpflege von innen

Begleitend zu topischen Therapien kann eine hautfreundliche Ernährung und auch ein stressreduzierter Lebensstil die Symptome verschiedener Hauterkrankungen abschwächen. Die Effekte zeigen sich nicht über Nacht – dafür sind sie langfristig.
AutorKontaktJudith Schmitz
Datum 20.07.2026  16:00 Uhr

Bei Akne Milchprodukte meiden

Eine Acne vulgaris tritt in der Regel erstmals in der Pubertät auf. Auslöser sind hormonelle Veränderungen (steigende Spiegel von Androgenen, Insulin und insulinähnlichem Wachstumsfaktor 1 (IGF-1)), wodurch zu viel Talg produziert wird. Die Poren verstopfen, und es entstehen entzündliche Pusteln. Bei der Hälfte der Erwachsenen bleibt eine Akne bestehen, bei Frauen zwischen 25 und 40 Jahren nimmt das Beschwerdebild oft sogar zu.

Milchprodukte (fettarme und fermentierte) können eine Akne verstärken, da sie die Ausschüttung von Insulin und IGF-1 fördern. Die Talgproduktion der Haut steigert sich weiter, und Entzündungen werden weiter begünstigt. Neben entzündungsförderndem, arachidonhaltigem Fleisch, vor allem verarbeiteten Fleischprodukten, gelte es auch, Zucker und schnell verdauliche Kohlenhydrate zu reduzieren, da diese zu einer vermehrten Insulinausschüttung und Androgenproduktion führen. Dafür sollten mehr Ballaststoffe, Hülsenfrüchte, Vollkorn und Gemüse in den Speiseplan integriert werden, ebenso wie gesunde Fette aus fettem Fisch, Leinsamen, Chiasamen, Walnüssen und Avocado sowie Weidebutter in Maßen.

Lämmerhirt empfiehlt zudem eine milde, pH-hautneutrale Reinigung und eine beruhigende Tagespflege mit Niacinamid, Panthenol oder Zink, bei entzündlichen Formen mit Pusteln zudem antibakterielle Wirkstoffe wie Salicylsäure. Abends zur Behandlung von Mitessern und Verhornungsstörungen eignen sich Fruchtsäuren, niedrig dosiertes Retinol oder ärztlich verordnetes Adapalen oder Benzoylperoxid. Morgens einen fettfreien Sonnenschutz auftragen!

Bei einer Rosazea sind die Talgdrüsen und Gefäße der Gesichtshaut chronisch entzündet. Die Erkrankung tritt meist bei Erwachsenen auf. Neben der anfallsartig auftretenden Hautrötung und sichtbaren Blutgefäßen kommen im weiteren Verlauf Papeln, Pusteln und Schwellungen hinzu. Betroffen ist meist die Gesichtsmitte mit Wangen und Nase, zum Teil auch die Augen. Häufige Begleiterkrankungen sind Gastritis, durchlässiger Darm, Verstopfung, Reizdarmsyndrom, Fehlbesiedlung des Dünndarms (SIBO) sowie ein gestörtes Darmmikrobiom und Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

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