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Funktionale Depression
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Nach außen leuchten – nach innen leiden

Die Patientin kommt seit Monaten immer wieder in die Apotheke. Mal braucht sie etwas Pflanzliches, weil sie schlecht schläft, dann möchte sie Magnesium zur Entspannung, das nächste Mal ein Mittel gegen ihre Kopfschmerzen. Hinter diesen Symptomen, die sich auch als Reaktionen auf eine akute Stressphase interpretieren ließen, kann eine funktionale Depression stecken, medizinisch oft als Dysthymie bezeichnet.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 06.08.2026  16:00 Uhr

Keine Abhängigkeit

Relevanz hat auch ein erhöhtes Blutungsrisiko, weil SSRI/SNRI die Konzentration an Serotonin in den Thrombozyten senken. Vorsicht ist geboten beim gleichzeitigen Einsatz von Nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR), von Hemmern der Thrombozytenaggregation wie Clopidogrel und von oralen Antikoagulanzien. Dabei laufen Patienten vor allem Gefahr, eine Blutung im Magen-Darm-Trakt zu erleiden. Ist die Kombination ärztlicherseits unumgänglich, werden häufig prophylaktisch Protonenpumpenhemmer empfohlen.

Mögliche Elektrolytstörungen, wenn gleichzeitig Diuretika eingenommen werden, und ein verlängertes QT-Intervall in Kombination mit bestimmten Antibiotika wie Makroliden und Antiarrhythmika können ebenfalls zur Sprache kommen, wenn ein Patient diese Medikamente erhält.

Entwarnung können PTA in Bezug auf eine von vielen Menschen befürchtete Abhängigkeit geben: Die eingesetzten Antidepressiva machen nicht abhängig. Das ändert allerdings nichts daran, dass man sie nie abrupt absetzen darf. Wer vermutet, die Medikamente nicht mehr zu brauchen, muss zwingend mit dem behandelnden Arzt absprechen, wie er sie ausschleichen soll.

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