Lebensbedrohlich wird es, wenn die Körpertemperatur über 39,5 °C steigt und es zum Hitzschlag (Hyperthermiesyndrom) kommt. Das Risiko besteht vor allem, wenn die Luft nicht nur warm, sondern auch feucht ist, etwa wie es bei Gewitterlagen oft der Fall ist. Der Körper kann die überschüssige Wärme dann nicht durch kühlenden Schweiß ableiten. Auch in geschlossenen Räumen mit schwüler, unbewegter Luft ist besondere Vorsicht geboten.
Bei einem Hitzschlag ist die Haut trocken, heiß und zunächst gerötet. Sinkt der Blutdruck, wird die betroffene Person zunehmend blass.
Typisch für einen Hitzschlag sind außerdem
Der Betroffene erscheint verwirrt oder benommen und kann das Bewusstsein verlieren.
Als erste Maßnahme ist die Person schnell aus der Sonne zu bringen und der Notruf 112 zu wählen. Bei einem Hitzschlag handelt es sich immer um einen Notfall. Bis Hilfe kommt, gilt es, für Kühlung zu sorgen.
Anders als beim Sonnenstich sind beim Hitzschlag nicht nur Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern zu bedecken, sondern der gesamte Körper. Auch das Zufächeln von Luft verschafft Kühlung. Ist die Person bei Bewusstsein, sollte der Oberkörper etwas höher gelagert sein und Wasser oder Saftschorle angeboten werden. Bei Bewusstlosigkeit ist der Körper in die stabile Seitenlage zu bringen.
Durch Schwitzen an heißen Tagen verliert der Körper viel Flüssigkeit. Wird nicht ausreichend Wasser getrunken, droht ein Flüssigkeitsmangel, auch Dehydration genannt. Sie kann sich laut Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) zeigen durch:
Auch der Hautfalten-Test kann helfen: Dafür zieht man die Haut am Handrücken hoch und lässt sie los. Glättet sie sich nur sehr langsam, spricht das für einen Flüssigkeitsmangel.
Quelle: dpa