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Von Hornhaut bis Hühnerauge

Ob in Sandalen, Flip-Flops oder barfuß im Sand: Im Sommer zeigen wir oft und gerne unsere Füße. Damit sie auch zum Hingucker werden und ganz nebenbei auch nicht schmerzen, können PTA wichtige Tipps geben.
AutorKontaktCaroline Wendt
Datum 23.06.2026  12:00 Uhr

Hornhaut und Schrunden

  • übermäßige Verhornung durch erhöhten Druck
  • Ursachen etwa langes Stehen, falsches Schuhwerk, starkes Übergewicht oder Fußfehlstellungen
  • Hornhaut besitzt nur wenige Talgdrüsen und trocknet leicht aus, Einrisse bis in tiefere Hautschichten (Schrunden) möglich, schmerzhaft und erhöhtes Entzündungsrisiko

Eincremen

  • Füße regelmäßig eincremen, ein-bis zweimal täglich sowie nach dem Baden oder Duschen (etwa mit Linola ® Fußcreme oder Weleda® Fußbalsam)
  • bei stärkerer Verhornung auf Zusätze wie Salicylsäure, Milchsäure oder Harnstoff (Urea) achten (wie Eucerin® UreaRepair 10% Urea Fußcreme oder Eubos® Trockene Haut Urea 10% Fußcreme)
  • bei bestehenden Schrunden Füße ein- bis zweimal täglich mit Dexpanthenol-haltigen Produkten pflegen (Schrundensalben, etwa von Gehwol® oder Scholl®)
  • bei oberflächlichen Rissen können Sprühpflaster zusätzlich schützen

Wohltuendes Fußbad

  • ein- bis zweimal wöchentlich
  • 10 bis 15 Minuten
  • keine stark entfettenden Waschlotionen oder Seifen verwenden
  • Zusätze wie ätherische Öle oder Salze können die Pflege unterstützen (etwa Gehwohl® Fußbad)
  • bei starker Hornhaut Zusätze mit Salicylsäure oder Harnstoff verwenden (wie Allgäuer Latschenkiefer® Hornhaut Reduzierer Fußpflegebad)
  • erweichte Hornhaut vorsichtig entfernen, zum Beispiel mit Bimsstein oder Hornhautfeile, niemals scharfe Messer oder Skalpelle verwenden

Hühneraugen

  • lokal begrenzte Verdickung der obersten Hautschicht (Clavus)
  • durch permanenten Druck von Schuhen oder Fehlbelastung
  • zunächst rundliche, erhabene Hornhautschwiele
  • später harter, kegelförmiger Zapfen mit hellem Mittelpunkt
  • Kern kann auf darunterliegende Nerven drücken
  • dadurch stechende Schmerzen beim Stehen oder Gehen
  • Patienten mit Gelenkerkrankungen oder Fußfehlstellungen häufiger betroffen

Entlastung

  • wichtigste Maßnahme: passende, druckentlastende Schuhe
  • Schuhe regelmäßig wechseln
  • Entlastung durch Druckschutzringe oder Zehenkeile (wie Hansaplast® Hühneraugen Druckschutzringe oder Gehwol® Zehenspreizer G)
  • oberflächliche Hornhaut nach einem Fußbad vorsichtig entfernen (siehe oben)

Keratolytika

  • salicylsäurehaltige Pflaster (wie Gehwohl® Hühneraugenpflaster, Guttaplast®) sowie Lösungen mit Salicylsäure und/oder Milchsäure (wie Clabin® N, Collomack® Topical Lösung)
  • Pflaster auf gereinigte Haut aufbringen, gegebenenfalls zuschneiden und fixieren
  • Lösungen ein- bis dreimal täglich punktuell auftragen
  • Pflaster je nach Präparat täglich oder jeden zweiten Tag wechseln
  • umliegende Haut bei Lösungen sowie bei Pflastern ohne Schutzring mit Zinksalbe oder Vaseline schützen
  • bei flüssigen Präparaten vor jeder erneuten Anwendung den bestehenden Film entfernen
  • nach einigen Tagen die aufgeweichte Hornhaut nach einem warmen Fußbad vorsichtig abtragen

Bitte zum Arzt oder Podologen

  • Diabetiker
  • bei größeren Hühneraugen, die auf die beschriebenen Maßnahmen nicht oder nicht ausreichend ansprechen
  • bei wiederholt auftretenden Hühneraugen
  • Kinder
  • bei Verdacht auf Dornwarzen, erkennbar am meist bräunlichen Punkt in der Mitte
  • bei Entzündungen
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