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Leuchtende Blüten, kräftige Kerne
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Was die Feuerbohne besonders macht

Leuchtend rote Blüten, kräftige Ranken und gesprenkelte Samen: Die Feuerbohne ist Zierpflanze und Lebensmittel zugleich. Als Prunk- oder Käferbohne bringt sie Farbe in den Garten, aber auch Substanz auf den Teller. Ihr mild-nussiger, leicht mehliger Geschmack passt zu Salaten, Eintöpfen und mediterranen Gerichten.
AutorKontaktAndrea Pütz
Datum 25.08.2026  08:00 Uhr

Ballast und Stärke

Naturheilkundliche Ernährungskonzepte schätzen Hülsenfrüchte wegen ihres Zusammenspiels aus Pflanzenprotein, Ballaststoffen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Regelmäßig verzehrt, bereichern sie eine pflanzenbetonte Kost und sind eine wertvolle pflanzliche Alternative zu Fleisch.

Interessant ist besonders ihr Einfluss auf die Darmtätigkeit. Ballaststoffe erhöhen das Stuhlvolumen, während resistente Stärke und bestimmte Mehrfachzucker im Dickdarm von Darmbakterien fermentiert werden. Dabei entstehen vor allem die kurzkettigen Fettsäuren Acetat, Propionat und Butyrat. Insbesondere Butyrat dient den Zellen der Dickdarmschleimhaut als wichtige Energiequelle und trägt zur Aufrechterhaltung einer intakten Darmbarriere bei.

Wer Hülsenfrüchte selten isst, sollte die Menge langsam steigern. Blähungen sind anfangs nicht ungewöhnlich. Einweichen, gründliches Spülen, vollständiges Garen sowie der Zusatz von Gewürzen wie Bohnenkraut, Kümmel, Fenchel oder Majoran verbessern für viele die Bekömmlichkeit. Hülsenfrüchte wie Feuerbohnen können ein- bis zweimal pro Woche auf dem Speiseplan stehen.

Saisonal als besonderer Genuss

Frische Feuerbohnen sind ein Spätsommer- und Frühherbstgemüse. Kurze Transportwege bedeuten meist mehr Frische, regionale Sorten sorgen für Vielfalt. Mithilfe von Knöllchenbakterien binden Leguminosen Stickstoff aus der Luft. Dadurch benötigen sie weniger Stickstoffdünger und können die Bodenfruchtbarkeit unterstützen.

Frisch ausgelöste Kerne sind zarter und schneller gar als getrocknete Bohnen. Junge, glatte und noch nicht faserige Hülsen lassen sich ähnlich wie Stangenbohnen verwenden. Reifere, dicke Hülsen werden geöffnet, gegessen werden dann nur die Samen. Sind keine frischen Feuerbohnen erhältlich, ist Trockenware eine gute, ganzjährig verfügbare Alternative. Sie muss vor der Zubereitung eingeweicht und anschließend vollständig weich gekocht werden. Auch bereits gegarte Bohnen aus dem Glas oder der Dose eignen sich für die schnelle, alltagstaugliche Küche.

Frische Hülsen sollten fest, unbeschädigt und frei von braunen, feuchten oder schimmeligen Stellen sein. Zum Auslösen eignen sich prall gefüllte Hülsen, deren Samen gut entwickelt, aber noch nicht hart sind. Im eigenen Garten regt regelmäßiges Pflücken die Bildung neuer Hülsen an. Für Trockenbohnen lässt man die Hülsen vollständig ausreifen und die Samen anschließend luftig nachtrocknen.

Getrocknete Feuerbohnen sollten sauber, trocken und frei von Fraßlöchern sein. Kühl, trocken und lichtgeschützt gelagert, bleiben sie lange verwendbar. Gegarte Bohnen aus dem Glas oder der Dose werden vor der Verwendung abgegossen und gründlich abgespült.

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