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Hashimoto-Thyreoiditis
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Wenn das Immunsystem die Schilddrüse bremst

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronisch progrediente Erkrankung, bei der viele Patienten lebenslang Hormone substituieren müssen. Viele Betroffene kämpfen zudem mit einer ungewollten Gewichtszunahme. PTA können sie mit  Empfehlungen zu Ernährung und Lebensstil sinnvoll unterstützen.
AutorKontaktNicole Schuster
Datum 17.08.2026  16:00 Uhr

Tipps aus der Apotheke

Wenn Patienten mit Hashimoto ihre Gesundheit verbessern wollen, kann die Frage nach geeigneten Nahrungsergänzungsmitteln aufkommen. Hier wird in manchen Fällen Selen empfohlen: Das Spurenelement ist an der Bildung der Schilddrüsenhormone beteiligt und der Körper benötigt es, um T4 in das biologisch wirksamere T3 umzuwandeln. Darüber hinaus kann Selen als Antioxidans Entzündungsprozesse abschwächen. Es gibt aktuell allerdings keine Belege dafür, dass eine zusätzliche Selen-Gabe klinisch bei Hashimoto von Nutzen ist. Eine Selen-Einnahme sollte daher nur nach Rücksprache mit dem Arzt und nach Prüfen des Selenstatus im Blut erfolgen.

Da ein hoher Jodgehalt die Autoimmunität ungünstig beeinflussen kann, wird Hashimoto-Patienten (außer Schwangeren) keine zusätzliche Jodgabe empfohlen. Jodhaltige Lebensmittel und jodiertes Speisesalz können sie aber in normalen Mengen ohne Bedenken zu sich nehmen.

Da die Hormon-Substitution oft lebenslang erfolgen muss, kann die PTA Patienten motivieren, ihre Tabletten auch ohne Beschwerden konsequent einzunehmen. Eine gute Einstellung mit Schilddrüsenhormonen fördert nicht nur die körperliche, sondern auch die psychische Gesundheit.

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