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Gürtelrose
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Wenn Viren an die Nerven gehen

Wer sich einmal mit Herpes-zoster-Viren infiziert und die Windpocken durchgemacht hat, bei dem überdauern die Erreger ein Leben lang in den Nervenzellen. Jederzeit können sie aus ihrem Tiefschlaf erwachen und in Form einer Gürtelrose wiederkehren. Warum es so wichtig ist, dann schnell zu handeln.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 28.08.2026  16:00 Uhr

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Der Anteil älterer Menschen nimmt weiter zu, so steigt auch die Zahl der Gürtelroseerkrankungen. Die Herpes-zoster-Impfung spielt deshalb eine große Rolle in der Prävention einer Reaktivierung der Zosterviren und vor allem, um Komplikationen wie der Post-Zoster-Neuralgie vorzubeugen. Seit März 2018 ist in Deutschland ein rekombinanter Zoster-Impfstoff zugelassen. In zwei Zulassungsstudien zeigte er eine Wirkung von über 90 Prozent gegen Zoster und über 89 Prozent gegen chronische Schmerzen. Die Ständige Impfkommission STIKO empfiehlt die Gürtelrose-Impfung allen Personen ab 60 Jahren als Standardimpfung. Eine Indikationsimpfung für Personen mit einem erhöhten Risiko, an Herpes zoster zu erkranken, wird ab 18 Jahren empfohlen. Sie gilt etwa bei Grunderkrankungen wie rheumatoider Arthritis, chronischer Nierenerkrankung, COPD, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen oder Diabetes sowie einer Immunsuppression. Die Empfehlung gilt unabhängig davon, ob die Person bereits an Windpocken erkrankt war oder mit dem Varizellen-Lebendimpfstoff gegen Windpocken geimpft wurde.

Der Totimpfstoff (Shingrix®) besteht aus einem Virusprotein und einem Wirkverstärker und wird intramuskulär in zwei Dosen im Abstand von zwei Monaten verabreicht. Die Impfungen sollten maximal sechs Monate auseinanderliegen. Die Kosten für die Impfung der von der STIKO empfohlenen Personengruppen werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Nachdem das Apothekenreformgesetz im Juli 2026 in Kraft getreten ist, dürfen künftig auch entsprechend geschulte Apotheker und Apothekerinnen, PTA, Pharmazeuten im Praktikum (PhiP) und Pharmazieingenieure die Immunisierung mit Totimpfstoffen vornehmen.

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