| Juliane Brüggen |
| 11.09.2026 16:00 Uhr |
Die orale Therapie verlangt ein hohes Maß an Eigenverantwortung – von Adhärenz und Besonderheiten bei der Einnahme bis hin zum Management von Nebenwirkungen. Deshalb sollte die Apotheke eine kompetente Anlaufstelle darstellen und das Team mit dem Thema vertraut sein. »Es gibt viele Besonderheiten – von ungewöhnlichen Dosierungen bis hin zu besonderen Nebenwirkungen – und es ist einfach unmöglich, alles auf dem Schirm zu haben«, sagt Alena Härtel, Apothekerin für Onkologische Pharmazie und Chefredakteurin der Zeitschrift »Onkologische Pharmazie«, im Interview mit PTA-Forum. Wichtig seien daher Fort- und Weiterbildungen im Bereich Onkologische Pharmazie, etwa bei den Apothekerkammern oder der Deutschen Gesellschaft für Onkologische Pharmazie (DGOP). »Regelmäßige Schulungen, zum Beispiel immer dann, wenn neue Wirkstoffe in der Apotheke vorkommen, sind unumgänglich.«
»Darüber hinaus ist es von enormer Bedeutung zu wissen, wie und wo man sich schnell informieren kann«, ergänzt Härtel und verweist auf die kostenfreien Materialien des Kompetenz- und Beratungszentrums AMBORA, die in das Gespräch einfließen und Patientinnen und Patienten mitgegeben werden können. Ein weiterer Tipp der Expertin: Über »krebsinformationsdienst.med«, ein Angebot für Fachkreise, lassen sich besonders gut spezielle Patientenfragen klären.
Wichtig ist nicht zuletzt, die eigenen Grenzen zu kennen: »Im Allgemeinen sollten PTA bei oralen Krebsmedikamenten sensibilisiert sein und ihre Grenzen kennen, das heißt im Zweifel den Apotheker dazuholen.«
Einige relevante Informationsquellen im Überblick: